RAUS AUS DEN SCHULDEN 

Hier hat alles angefangen.... Als Singlefrau sich nicht die Fixkosten zu teilen in einer festen Beziehung und Wohngemeinschaft ist der wohl dämlichste & generalblöde Fehler, den man machen kann. Dazu noch ein Auto, obwohl ich zentral wohne. Irgendwann kam alles zusammen und eine Katastrophe nach der anderen. Und wenn man dann noch alles auf die lange Bank schiebt, weil es unangenehm ist.... tja

Dann kam eine unvorhergesehene Reparatur am Auto (wer hätte das gedacht) und wegen 400 Euro musste ein 3.500 Kredit her, da ich leider keine ÜST-Teilauszahlung bekam. Es blieb nur diese Möglichkeit, denn zu diesem Zeitpunkt wäre ich wohl eher tot umgefallen, als Freunde zu fragen! Stolz tut manchmal fürchterbar weh!

Mittlerweile mein größter Feind.... der Briefkasten. Also Augen zu und ignorieren. Vlt. verschwinden die Mahnungen ja irgendwann von selbst! Das das so nicht funktioniert hat, muss ich ja wohl nicht extra erwähnen. Ich hatte den Kopf zu diesem Zeitpunkt leider gaaaaanz tief im Sand!! Aber per Zufall bin ich auf "Raus aus den Schulden" gestoßen. Peter Zwegat..... TAUSEND DANK. Gut zu wissen, dass es anderen teilweise schlechter ging. Und dann mal genau aufgepasst, Notizen gemacht und die Ärmel hochgekrempelt!

Zuerst mal ein Anruf bei der Schuldnerberatung. Dass man innerhalt von 30 Sekunden dermaßen freundlich und aufmunternd behandelt wird.... (DAS war jetzt Sarkasmus in Reinform!!!!) da wurde mir klar.... JETZT IS SCHLUSS MIT LUSTIG, Hilfe brauche ich nicht zu erwarten, DAS MUSS ICH SCHAFFEN!!!! Also Arschbacken zusammen, Verantwortung übernehmen und alles zusammenlegen. Das die Bank sich darauf eingelassen hat, hatte mir zuerst imponiert. Das ist Armut trotz Arbeit! Alle Versicherungen canceln oder pausieren. Klarschiff machen bei den Ausgaben. Kreditkarte o.ä. abgeben und dann hoffen, dass bei den Raten, die einer zweiten Miete gleichkamen, irgendwann sowas wie Land in Sicht kommt.
2 Jahre lang blieben für ALLES (Lebensmittel, Klamotten, Medikamente undundund) gerade mal 50 €/Monat über! Also nach Abzug aller Fixkosten wie Miete etc.

Den Zusatzjob (Brückenbäck) konnte ich nicht weiterführen, da es dann Auswirkungen negativer Art auf meinen Hauptjob gab. Das war eine echt harte Zeit. Da wird man demütig und dankbar für die kleinsten Kleinigkeiten! Und man muss sich einiges einfallen lassen, um sein Taschengeld aufzubessern. Diese zwei Jahre waren die Härtesten und lehrreichsten meines Lebens.

Jetzt nochmal umstricken und Zinsen einsparen und es blieben 80 €/Monat für ALLES.
Statt 12 Euro die Woche ganze 20 Euro! ^^

Mit Hilfe eines ehemaligen Vorgesetzten habe ich dann nochmal die Bank gewechselt und Kredit umgeschuldet... es geht aufwärts. Endlich wieder mal ein halbwegs erträglicher Zinssatz und endlich auch wieder Versicherungen UND 120 €/Monat... ICH BIN REICH!!!! Man wird nach so einem Kampf demütig und kann sich an allem erfreuen. Das Sozialleben liegt zwar immer noch ziemlich brach, aber das ist nur noch eine Frage der Zeit!

es geht langsam aber sicher aufwärts!!!
Alles läuft gerade fast wie am Schnürchen, nur der Job wackelt, weil eine Ausschreibung aussteht!

Durch Corona und HO habe ich auch nochmal enorm sparen können, denn die meist überflüssigen Pauseneinkäufe sind weggefallen, statt dessen gab es anständiges Essen zu Hause. Wenn man will, kann man selbst einer Situation wie Corona etwas positives abgewinnen.
... und da ist endlich Licht am Horizont!!!
Die Ausschreibung ging zu unseren Gunsten endlich gut aus und am ALLERWICHTIGSTEN: Letzte Rate Ende September.... DANN hab ich es endlich geschafft!

Mal hoffen, daß jetzt im Endspurt Onkel Murphy nicht doch noch eine Überraschung für mich parat hält.... Daumen drücken!!!

OKTOBER 2020 - Letzte Rate getilgt......
ENDLICH SCHULDENFREI!!!!!

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